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Archäologische Grabungen auf dem Areal Marktplatz 2

Auf der Baustelle wird nach den Spuren der Vergangenheit gegraben. Mehrere Archäologen der Firma ReVe aus Bamberg haben die Baugrube in Augenschein genommen und dabei schnell archäologische Befunde entdeckt. Die zu untersuchenden Bereiche werden nach ihrer Freilegung vermessen, fotografisch und zeichnerisch dokumentiert sowie beschrieben. Das darin enthaltene Fundmaterial wird geborgen, gereinigt und soweit wie möglich datiert. Neben Tierknochen und Glasflaschen sind die Archäologen auch auf alte Keramikscherben gestoßen.

Abbildung 1 zeigt die fotografische Ansicht von Profil 57 der Ausgrabungen. Profile (senkrechte Ebenen) sowie auch Plana (waagerechte Ebenen) werden fortlaufend nummeriert, um die verschiedenen Aufschlüsse auf einem Grabungsareal festzuhalten. Orange markiert ist eine Fundamentmauer, die neben dem Keller ebenfalls aus dem Mittelalter stammt und somit zu der älteren Bebauung auf dem Areal Marktplatz 2 gehört. Neben der fotografischen Dokumentation ist die zeichnerische Dokumentation ein wesentlicher Bestandteil der archäologischen Arbeit.

Abbildung 2 zeigt die Handzeichnung von Profil 57. Zu sehen ist die sog. Stratigraphie (Schichtenabfolge) der archäologischen Schichten. Sie reicht von der Kulturschicht, aus der u.a. frühmittelalterliche Scherben stammen, über hochmittelalterliche Gruben zu der bereits erwähnten Mauer, auf der wiederum eine Mauer des Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert sitzt, das für die Errichtung des Archiv der Zukunft Lichtenfels abgebrochen wurde.

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Abbildungen: ReVe - Büro für Archäologie Bamberg
Text: Michael Jandejsek M.A., ReVe - Büro für Archäologie Bamberg