Vernissage: Freitag von 19 bis 21 Uhr
Samstag und Sonntag von 10 bis 16 Uhr.
Wenn Weide auf Zukunft trifft.
Traditionelles Flechthandwerk trifft auf digitale Formgebung: Die Künstlerin Maria Öckler verbindet klassische Weide und außergewöhnliche Materialien mit den nahezu grenzenlosen Möglichkeiten des 3D-Drucks.
So entstehen faszinierende Wesen zwischen Natur und Fantasie – mal vertraut, mal überraschend, immer mit einem besonderen Blick für Form und Material. Ein amerikanisches Longhorn, ein Perlhuhn und weitere fantastische Geschöpfe zeigen, wie spielerisch sich jahrhundertealtes Handwerk und moderne Technologie miteinander verbinden lassen.
Zum Flechtkulturfestival in Lichtenfels lädt Maria Öcklers außergewöhnliche Tierwelt zum Entdecken, Staunen und Schmunzeln ein – und zeigt ganz nebenbei, wie überraschend zeitgemäß Flechten sein kann.
Eintauchen in eine andere Welt
Tief hinab in den Mittelalterkeller des Archivs der Zukunft – und plötzlich beginnt eine andere Welt zu leuchten. Die Künsterin verwandelt den historischen Keller in eine geheimnisvolle Unterwasserlandschaft. Schwebende Quallen aus lumineszierendem Material, Flechtwerk und ungewöhnlichen Werkstoffen scheinen durch den dunklen Raum zu gleiten. Licht, Transparenz und feine Strukturen verbinden sich zu fantastischen Wesen zwischen Natur und Imagination.
Der besondere Reiz liegt im Gegensatz: jahrhundertealtes Mauerwerk trifft auf leuchtende Materialien, traditionelles Flechthandwerk auf experimentelle Gestaltung, Vergangenheit auf Zukunft.
Eine Installation zum Eintauchen, Staunen und Entdecken – poetisch, überraschend und ein wenig entrückt von unserer gewohnten Welt.
MARIA ÖCKLER – Zwischen Weide und Zukunft
Kreativität begleitet mich, seit ich denken kann. Ideen entstehen ständig – oft mehr, als sich in einem Leben verwirklichen lassen. Ordnung spielt dabei eine eher kleine Rolle. Neugier, Fantasie und die Lust am Ausprobieren dafür eine umso größere.
Schon früh entdeckte ich meine Begeisterung für Materialien, Formen und handwerkliches Gestalten. Heute treffen in meiner Arbeit zwei scheinbar gegensätzliche Welten aufeinander: die Weide mit ihrem natürlichen, eigenwilligen Charakter und der 3D-Druck mit seinen nahezu grenzenlosen Möglichkeiten. Traditionelles Flechthandwerk begegnet digitaler Gestaltung – und genau in diesem Spannungsfeld entsteht Neues.
Meine Arbeiten müssen nicht perfekt, gefällig oder funktional sein. Mich reizt das Ungewöhnliche, Bizarre und Fantastische. Formen dürfen überraschen, irritieren oder ein Lächeln hervorrufen. Materialien, Farben und Strukturen dürfen sich dem Gewohnten widersetzen.
Kunst bedeutet für mich Freiheit: ausprobieren, scheitern, verändern, neu beginnen. Gedanken sichtbar machen und der eigenen Fantasie Raum geben.
Denn nicht alles muss einen Zweck erfüllen. Manches darf einfach entstehen.